Über-Geben – Wenn Selbstaufopferung zur Gewohnheit wird

Und wie du dich liebevoll daraus zurückholst

Kennst du dieses leise, fast unsichtbare Gefühl, dass du nur dann wertvoll bist, wenn du für andere da bist? Wenn du gibst, hältst, trägst, erklärst, auffängst – oft mehr, als dir selbst guttut?

Dieses Muster nenne ich Über-Geben. Es ist kein lautes Drama. Es ist still. Angepasst. Funktionierend. Und genau deshalb bleibt es so lange unbemerkt.

Was Über-Geben wirklich ist

Über-Geben bedeutet nicht einfach, großzügig oder liebevoll zu sein. Es ist ein innerer Zustand, in dem dein Geben nicht mehr frei, sondern notwendig wird.

Nicht aus Freude. Sondern aus Angst.

Angst davor,

nicht dazuzugehören

nicht geliebt zu werden

nicht genug zu sein

Viele Menschen, die über-geben, wirken nach außen stark, zuverlässig, empathisch. Doch innerlich sind sie oft erschöpft, leer oder abgeschnitten von den eigenen Bedürfnissen.

Wo dieses Muster entsteht

Über-Geben entsteht selten im Erwachsenenalter. Es hat seine Wurzeln fast immer früh.

Vielleicht hast du gelernt:

Liebe gibt es, wenn ich brav bin

Zuwendung folgt auf Leistung

Harmonie ist wichtiger als meine Wahrheit

Vielleicht warst du früh sehr feinfühlig. Hast Stimmungen gespürt. Hast Verantwortung übernommen, die eigentlich nicht deine war.

Dein Nervensystem hat gelernt: Ich bin sicher, wenn ich funktioniere.

Und so wurde Über-Anpassung zu deiner Überlebensstrategie.

Die energetische Seite des Über-Gebens

Energetisch gesehen passiert beim Über-Geben etwas Entscheidendes:

Deine Energie fließt dauerhaft nach außen. Du hältst Felder, Räume, Emotionen – oft unbewusst.

Typische Anzeichen:

Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf

Schuldgefühle, wenn du Nein sagst

ein Druck im Brust- oder Solarplexusbereich

das Gefühl, dich selbst nicht richtig zu spüren

Dein Energiesystem kennt kaum noch Rückfluss. Geben ohne Empfangen.

Auf Dauer führt das zu innerer Leere. Und zu der leisen, manchmal schmerzhaften Frage:

Wer bin ich eigentlich, wenn ich nichts für andere tue?

Wenn das Nervensystem im Dauer-„Ja“ festhängt

Über-Geben ist kein Charakterfehler. Es ist ein erlerntes Schutzmuster.

Dein Nervensystem hat gelernt:

> Anpassung bedeutet Sicherheit.

Deshalb fühlt sich ein Nein oft gefährlich an. Nicht rational – sondern körperlich.

Vielleicht kennst du:

ein Zusammenziehen im Bauch, wenn du dich abgrenzen willst

Herzklopfen, sobald du für dich einstehst

das Bedürfnis, dich zu rechtfertigen

Dein System reagiert, als stünde etwas auf dem Spiel. Und in gewisser Weise tut es das auch – alte Bindungserfahrungen.

Warum reines Verstehen nicht ausreicht

Viele Menschen wissen längst, dass sie zu viel geben. Sie haben reflektiert. Gelesen. Verstanden.

Und doch wiederholen sie das Muster.

Warum?

Weil Über-Geben nicht im Verstand entstanden ist. Sondern im Körper. Im Nervensystem. Im Unterbewusstsein.

Solange dort die alte innere Wahrheit wirkt:

> Ich bin nur sicher, wenn ich für andere da bin.

wird dein System immer wieder in bekannte Bahnen zurückkehren.

Mein Ansatz als Die Weltenwanderin

In meiner Arbeit als Life-Coach mit Hypnose, Energetik und Coaching begegne ich diesem Muster sehr häufig.

Wir arbeiten nicht gegen das Über-Geben. Denn es hatte einmal eine wichtige Funktion.

Stattdessen schauen wir gemeinsam hin:

Wann hast du gelernt, dich selbst zurückzustellen?

Welche innere Rolle hältst du noch aufrecht?

Was würde sich verändern, wenn du dich heute nicht mehr verlassen müsstest?

Über Hypnose darf dein Unterbewusstsein neue Erfahrungen machen. Über energetische Arbeit darf sich gestaute Energie lösen und neu ausrichten. Über Coaching entsteht Orientierung für den Alltag.

Sanft. Verkörpernd. Nachhaltig.

Vom Über-Geben zum bewussten Geben

Heilung bedeutet nicht, nie wieder für andere da zu sein.

Es bedeutet:

aus innerer Fülle zu geben

Wahlmöglichkeiten zu haben

dich selbst mitzunehmen

Bewusstes Geben fühlt sich ruhig an. Weit. Klar.

Du spürst deine Grenzen – und musst sie nicht verteidigen. Du sagst Ja, weil es stimmig ist. Und Nein, ohne dich erklären zu müssen.

Eine Einladung

Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst, wenn etwas in dir leise nickt, dann ist das kein Zufall.

Vielleicht ist es Zeit, dich selbst wieder in den Mittelpunkt deines Erlebens zu stellen.

Nicht egoistisch. Sondern wahrhaftig.

✨

 Du bist genug. Jetzt. Genau so.

Wenn du spürst, dass du Begleitung möchtest, öffne ich dir gerne einen Raum.

Die Weltenwanderin – zwischen den Ebenen, dort, wo Erinnerung, Heilung und dein wahres Selbst sich berühren.


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